Chorleben 2015

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Im Januar 2015 begannen wieder die regulären Proben für die geplanten Auftritte in der ersten Jahreshälfte. Da in diesem Jahr in Brandenburg die BUGA stattfinden würde, waren einige unserer Auftritte natürlich darauf ausgerichtet. Der intensiven Vorbereitung diente dann auch das Chorprobenwochenende am 29./30.Mai.
Am Freitagabend probten wir von 18 – 21 Uhr in der Musikschule. Gabi Kunzelmann sorgte für einen leckeren Imbiss und trug dazu bei, dass wir nach einer kleinen Pause gestärkt weitersingen konnten.
Am darauf folgenden Sonnabend fand die Probe in Kunzelmanns Villa in Wusterwitz statt, und zwar von 13 – 20 Uhr. Wir probten sehr konzentriert weiter und legten gegen 15 Uhr eine Pause ein. Der Kaffee war dank Herrn Dr. Kunzelmann schon fertig; einige Chormitglieder hatten Kuchen gebacken, so dass die Versorgung sichergestellt war.
Herr Kunzelmann bewies sehr gute Qualitäten im Anpreisen des Kuchens, so dass die eine oder andere sich zu einem weiteren Stück hinreißen ließ. Wir hatten die Sorge, dass wir mit vollem Bauch nicht so frisch und munter weitersingen könnten, aber die Sorge war unbegründet.
Da unsere Auftritte im Freien stattfinden würden, mussten wir einige Lieder natürlich auch im Freien proben. Das gelang auf der Treppe vor der Villa – trotz kühler Temperaturen und kräftigem Wind - recht gut. Bei dem Lied „Frühlingsgruß“ brach unsere Chorleiterin Angelika allerdings in lautes Gelächter aus: Zu komisch muss unser Anblick gewesen sein: Wir trällerten „Holder Frühling“ und mussten gleichzeitig krampfhaft unsere Noten festhalten, und auch unsere Frisuren waren bei dem heftigen Wind in Unordnung geraten.
Bis gegen 19 Uhr probten wir weiter, danach wurde der Grill „angeschmissen“ und Herr Kunzelmann grillte Würstchen. Einige Frauen hatten Salate zubereitet und mitgebracht, so dass wir uns nach der anstrengenden Probe stärken konnten. Nachdem sich die meisten verabschiedet hatten, blieb noch ein Häuflein („der harte Kern“) sitzen. Herr K. spendierte noch eine Flasche Rotwein aus seinem Weinkeller, wir erzählten lustige Begebenheiten und lachten sehr viel.
Alles in allem war es eine sehr erfolgreiche Chorprobe. Wir sind hoffentlich gut für unsere Auftritte gerüstet.

Der erste fand am Mittwoch, dem 3.6.2015, auf dem BUGA-Packhof-Gelände im Rahmen eines Programms der Lafim-Einrichtungen Brandenburgs statt (LAFIM = Landesausschuss für Innere Mission).
Das Einsingen erfolgte im Eingangsbereich des Fontane-Klubs bei erhöhtem Schwierigkeitsgrad, da ständig Besucher ein- und ausgingen.
Gegen 15.00 Uhr betraten wir die Bühne bei heftigem Wind, der die Akustik stark beeinträchtigte und uns große Konzentration abverlangte. Aber das hatten wir ja geprobt, und so boten wir unser kleines Programm - so gut es ging - den anwesenden Gästen dar.

Am Sonnabend, dem 20.6., fand auf der Freilichtbühne auf dem Marienberg unser nächstes Konzert statt, und zwar im Rahmen des BUGA-Tages der Musikschule „Vicco von Bülow“ Brandenburg.
Die Musikschule bot ein buntes Programm auf der Freilichtbühne dar (im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Musikschulen live“, bei der sich die Musikschulen der einzelnen BUGA-Standorte vorstellten). Als Gast trat unser Chor mit einem etwa 25-minütigen Programm auf.
Wir hatten großes Glück mit dem Wetter: während unseres Auftritts schien die Sonne, kurze Zeit später begann es zu regnen. Und trotz des durchwachsenen Wetters und obwohl zur gleichen Zeit in Brandenburg das Havelfest stattfand, waren immerhin etwa 40 Zuhörer anwesend.
Unser Programm ist sehr gut angekommen, wie der Beifall bewies, und auch ehemalige Chormitglieder, die sich unter den Zuhörern befanden, bestätigten dies.
Die Musikauswahl war natürlich ganz auf die BUGA zugeschnitten: So sangen wir - passend zur Rosenschau auf dem Marienberg - „O du schöner Rosengarten“ und „Sah ein Knab’ ein Röslein steh’n“.
Erfolgreich uraufgeführt wurde „Mein kleiner grüner Kaktus“; die umfangreiche Probenarbeit hat sich also ausgezahlt. Ein Kind in der ersten Reihe hat sich über die Liedzeile „der sticht, der sticht, der sticht“ köstlich amüsiert.
Und auch die sehr temperamentvollen Lieder „Sing mit mir“ sowie „Wohlauf in Gottes schöne Welt“ haben beim Publikum großen Anklang gefunden, ebenso die eher getragenen Stücke „Frühlingsgruß“ und „Amazing grace“.
Alle Lieder, bis auf das „Heideröslein“, das wir a cappella vortrugen, wurden in gewohnter Weise  - je nach Lied - sehr gefühlvoll bzw. mitreißend durch unsere Soja auf dem Piano begleitet.
Die bisherigen Auftritte hatten wir nun erfolgreich bestritten; es folgten noch ein bis zwei Proben im Juni, bevor es dann in die Sommerpause ging.
Aber vorher (am 30. Juni) trafen wir uns noch auf dem Hof der Musikschule, um bei einem kleinen Picknick und einem Gläschen Wein das erste Chorhalbjahr ausklingen zu lassen.

Im September ging die Probenarbeit weiter. Wir wussten, dass wir relativ viele Auftritte vor uns hatten; das anspruchsvollste würde das Konzert in der Nikolaikirche sein. Aus Zeitgründen haben wir nicht so viele neue Lieder wie sonst einstudiert, sondern auf Bewährtes zurückgegriffen.

Am 29.11. fand im Theater das Weihnachtskonzert der Musikschule „Vicco von Bülow“ statt, an dessen Ende unser Chor zusammen mit dem Kammerorchester der Musikschule die Lieder „Gloria in excelsis deo“ und „Nativity carol“ vortrug. Sehr anstrengend war das lange Warten: Wir haben uns schon 12.30 Uhr getroffen, uns eingesungen und zusammen mit dem Orchester die beiden Lieder geprobt, waren aber erst gegen 17.00 Uhr an der Reihe. Für ein wenig Abwechslung hat der kleine Enkel von Gabi Kunzelmann gesorgt.

Am 4.12. waren wir – das ist fast schon Tradition – in der Gotthardt-Kirche mit vier Liedern (u. a. „Tollite hostias“ und „A Christmas Blessing“) am Werkstattgottesdienstes im Advent beteiligt. Die Atmosphäre dort ließ schon weihnachtliche Gefühle aufkommen, zumal auch die Weihnachtsgeschichte dargestellt wurde. Beschäftigte und Mitarbeiter der Fliedners-Werkstätten gestalteten ein „lebendiges Krippenbild“.

Einen Tag später (Sonnabend, 5.12.) erfreuten wir – wie schon seit vielen Jahren – im Pflegeheim Dahlen die Bewohner und Mitarbeiter mit weihnachtlichen Weisen. Wir hatten sehr aufmerksame Zuhörer, mit denen wir nach dem eigentlichen Programm gemeinsam noch einige bekannte Weihnachtslieder sangen. Soja hat einfach verschiedene Lieder angestimmt und wir haben – mit oder ohne Textkenntnis – mitgesungen oder –gesummt. Danach gab es Kaffee und selbst gebackenen Stollen – sehr lecker!

Wieder einen Tag später (Sonntag, 6.12.) erklang unser kleines Programm in der Neuen Mühle. Dieser Auftritt verlangte uns wieder einmal höchste Konzentration ab, da er bei laufendem Betrieb stattfand. Das heißt, dass ständig Gäste kamen und gingen, dass Teller und Besteck klapperten und dass einige Gäste sich recht lautstark unterhielten. Aber was soll’s – wir haben wieder unser Bestes gegeben.

Der Höhepunkt unserer vorweihnachtlichen Aktivitäten war natürlich das Konzert in der Nikolaikirche am Sonntag, dem 13.12.2015, das wir zusammen mit dem Kammerorchester der Musikschule bestritten. Im Großen und Ganzen hat alles geklappt; das Zusammenspiel mit dem Orchester kann aber noch optimiert werden.
Die Zuhörer waren sehr angetan von unserem Gesang; eine Zuhörerin war so begeistert, dass sie zu „Gloria in excelsius deo“ tanzte (es war für uns eine Offenbarung, dass das überhaupt möglich ist). Bei der Zugabe („Tochter Zion“) sang sie so laut mit, dass sowohl Chor als auch Chorleiterin etwas irritiert waren. Aber an solche Begebenheiten erinnert man sich auch später noch, besonders dann, wenn man sich mal die CD zu Gemüte führt, auf der das noch viel deutlicher zu hören ist.

Ja, was fehlt noch? Natürlich unsere Weihnachtsfeier! Wie in jedem Jahr gab es reichlich zu essen und zu trinken, wie in jedem Jahr wurden kleine Geschenke ausgetauscht. Und außerdem hatte unsere Gisela wieder für einen kulturellen Höhepunkt gesorgt: Sergej begeisterte uns mit russischen Liedern, spielte Balalaika und Akkordeon und brachte uns mit seinen Einlagen zum Lachen. Während seiner „Show“ kam Soja dazu, sprang sofort auf die Bühne und tanzte wie ein Wirbelwind umher. Natürlich setzte sie sich auch ans Klavier und spielte zusammen mit Sergej ein Lied. Unsere Stimmung war sehr ausgelassen; es wurde gesungen, geschunkelt und getanzt. Für große Heiterkeit sorgte auch Angelikas Vortrag des bekannten Gedichts „Der Hase im Rausch“. So ein Abend geht leider immer viel zu schnell vorbei – aber es ist ja bald wieder Weihnachten!

                                                                                                                               Ilona Kirchner

 

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